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Dienstleistende > Entschädigungsart

Grundentschädigung

Art. 4 EOG

 

Alle Dienstleistenden haben Anspruch auf die Grundentschädigung.

Kinderzulagen

Art. 6 EOG

 

1 Anspruch auf Kinderzulagen haben die Dienstleistenden für jedes Kind im Sinne von Absatz 2, welches das 18. Altersjahr noch nicht vollendet hat. Für Kinder, die noch in Ausbildung begriffen sind, können die Kinderzulagen bis zum vollendeten 25. Altersjahr beansprucht werden.

 

2 Anspruch auf Kinderzulagen besteht für:

 

a. die Kinder des Dienstleistenden;

 

b. die Pflegekinder des Dienstleistenden, die dieser unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung zu sich genommen hat. 

Zulage für Betreuungskosten

Art. 7 EOG

 

1 Dienstleistende, die mit einem oder mehreren Kindern (Art. 6) unter 16 Jahren im gemeinsamen Haushalt leben, haben Anspruch auf eine Zulage für Betreuungskosten, wenn sie den Nachweis erbringen, dass wegen des Dienstes solche zusätzlichen Kosten für die Kinderbetreuung angefallen sind und der Dienst mindestens zwei zusammenhängende Tage umfasst.

 

2 Der Bundesrat setzt den Höchstbetrag der Entschädigung fest und regelt die Einzelheiten.

Zusätzliche Kosten für die Kinderbetreuung

Art. 12 EOV (Art. 7 Abs. 1 EOG)

 

Als Kosten für die Kinderbetreuung werden insbesondere vergütet:

 

a. Auslagen für Mahlzeiten der Kinder ausser Hause;

 

b. Reise- und Unterbringungskosten für Kinder, die von Dritten betreut werden;

 

c. Löhne für Familien- oder Haushalthilfen;

 

d. Entgelte für Kinderkrippen, Tages- oder Schulhorte;

 

e. Reisekosten von Dritten, welche die Kinder im Haushalt der Dienst leistenden Person betreuen.

Höhe der Zulage

Art. 13 EOV (Art. 7 Abs. 2 EOG)

 

1 Vergütet werden die tatsächlichen Kosten, höchstens aber 27 Prozent des Höchstbetrages der Gesamtentschädigung multipliziert mit der Anzahl der Diensttage.

 

2 Auslagen unter 20 Franken werden nicht vergütet.

Betriebszulagen

Art. 8 EOG

 

1 Anspruch auf Betriebszulagen haben die Dienstleistenden, die als Eigentümer, Pächter oder Nutzniesser einen Betrieb führen oder als Teilhaber einer Kollektivgesellschaft, als unbeschränkt haftende Teilhaber einer Kommanditgesellschaft oder als Teilhaber einer andern auf einen Erwerbszweck gerichteten Personengesamtheit ohne juristische Persönlichkeit an der Führung eines Betriebes aktiv beteiligt sind, sofern sie nicht aus unselbständiger Erwerbstätigkeit ein höheres Einkommen erzielen.

 

2 Dienstleistende, die als mitarbeitende Familienglieder in einem Landwirtschaftsbetrieb tätig sind, haben Anspruch auf Betriebszulagen, wenn wegen ihrer längeren Dienstleistung eine Ersatzkraft im Betrieb eingestellt werden muss. Der Bundesrat erlässt die näheren Vorschriften.

Art. 14 EOV

 

Anspruch auf die Betriebszulage haben Personen, die als mitarbeitende Familienmitglieder hauptberuflich in einem Landwirtschaftsbetrieb tätig sind und die:

 

a. als landwirtschaftliche Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen im Sinne von Artikel 1a Absatz 2 Buchstaben a und b des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1952 über die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG) gelten oder Ehegattin oder Ehegatte des Betriebsleiters oder der Betriebsleiterin sind;

 

b. ununterbrochen mindestens zwölf Tage Dienst leisten; und

 

c. für die während mindestens zehn Tage eine Ersatzkraft im Betrieb tätig ist, deren Barlohn im Tagesdurchschnitt mindestens die Höhe der Betriebszulage erreicht.