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Eingliederungsmassnahmen > Anspruchsvoraussetzungen

Inhalt

  • Anspruchsvoraussetzungen
  • Drohende Invalidität
  • Selbsteingliederung (Schadenminderungspflicht)
  • Eingliederungswille als elementare Verhaltensregel
  • Alkoholkonsum schliesst Eingliederung nicht aus
  • Fehlende Motivation
  • Krankheitsüberzeugung

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Anspruchsvoraussetzungen

Art. 8 IVG

 

1 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:

 

a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und

 

b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.

 

1bis Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen.

 

2 Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich.

 

2bis Nach Massgabe von Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe c besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern.

 

3 Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in:

 

a. medizinischen Massnahmen;

 

a bis. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung;

 

b. Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Arbeitsversuch, Einarbeitungszuschuss, Entschädigung für Beitragserhöhungen, Kapitalhilfe);

 

d. der Abgabe von Hilfsmitteln.

Drohende Invalidität

Art. 1novies IVV

 

Drohende Invalidität liegt vor, wenn der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsunfähigkeit ist unerheblich.