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Invalidität > Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich

Gesetzliche Bestimmung

Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich

Art. 27bis IVV (Erläuterungen Abs. 2- 4 inkl. Berechnungsbeispiele 2018 / KSIR)

 

3 Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Artikel 16 ATSG, wobei:

 

a. das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird;

 

b. die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird.

Rechtsprechung

Freiwillige Herabsetzung Beschäftigungsgrad

Urteil 8C_1018/2010 vom 18.04.2011 E. 6 (Volltext): Nicht automatisch gemischte Methode

 

Alleinstehende Personen werden bei einer freiwilligen Herabsetzung des Beschäftigungsgrades nicht gleichsam automatisch zu Teilerwerbstätigen mit einem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung.

 

Zu prüfen ist, ob eine versicherte Person gesundheitlich in der Lage wäre, voll erwerbstätig zu sein, das Arbeitspensum aber aus freien Stücken reduziert, insbesondere um mehr Freizeit (für Hobbys etc.) zu haben. In diesem Fall hat die Einkommensvergleichsmethode zur Anwendung zu gelangen (BGE 131 V 51; 134 V 9, insb. E. 7.3.4 S. 13). Das Valideneinkommen ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53).