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Überentschädigung und Verrrechnung

Krankentaggeldversicherung gemäss VVG

Beispiel gemäss AVB:

 

Erhält die versicherte Person Leistungen aus einer schweizerischen Sozialversicherung, einer entsprechenden ausländischen Versicherung oder von einem haftpflichtigen Dritten, ergänzt die Krankentaggeldversicherung nach Ablauf der Wartefrist diese Leistungen bis

  • Beispiel 1: ... zur Höhe des im Vertrag versicherten Taggeldes.
  • Beispiel 2: ... zur Höhe des effektiven Erwerbsausfalles.

Erhält die versicherte Person Leistungen aus einer anderen Privatversicherung, leistet die Krankentaggeldversicherung anteilsmässig.

 

Die versicherte Person ist verpflichtet, der der Krankentaggeldversicherung sämtliche in diesem Zusammenhang leistenden Sozial- und Privatversicherer sowie haftpflichtigen Dritten und deren Leistungen zu melden.

 

Tage mit Teilleistungen wegen Kürzung zählen für das Erreichen der Wartefrist sowie für die Berechnung der Leistungsdauer ganz.

 

Erbringt die Krankentaggeldversicherung anstelle eines haftpflichtigen Dritten, hat ihr die versicherte Person ihre Ansprüche im Umfang ihrer Leistungen abzutreten.

 

Die Krankentaggeldversicherung kann die erbrachten Leistungen direkt beim zuständigen Sozialversicherer oder haftpflichtigen Dritten geltend machen oder bei der Invalidenversicherung (IV) mit der bevorstehenden Rentennachzahlung verrechnen.

 

Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht, wenn die Taggeldberechnung auf festen Lohnsummen (Summenversicherung) basiert.

 Rückforderung bei der versicherten Person

Urteil 4A_425/2013 vom 06.01.2014 (Volltext)

 

Wurde die versicherte Person durch die laufenden Taggeldzahlungen und die rückwirkenden Rentenleistungen der IV überentschädigt, kann der Krankentaggeldversicherer gestützt auf Art. 62 OR die Taggelder im Umfang der Überentschädigung von der versicherten Person zurückfordern.