Hauptinhalt

Finanzierung > Kostenbeteiligung (Franchise / Selbstbehalt / Beiträge)

Inhalt

 

Gesetzliche Grundlagen

  • Kostenbeteiligung
  • Franchise und Selbstbehalt
  • Beitrag an die Kosten des Spitalaufenthalts
  • Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung der Kostenbeteiligung
  • Kostenbeteiligung bei Mutterschaft

Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge

  • Keine doppelte Kostenbeteiligung / Reihenfolge
  • Beteiligung an den Behandlungskosten bei Schwangerschaftskomplikationen

Um mit dem Online-Handbuch zu arbeiten, ist eine Anmeldung mit Benutzername und Passwort notwendig. 

 

Kunden: Technischer Support / Mögliche Neukunden: Informationen

Kostenbeteiligung

Art. 64 KVG

 

1 Die Versicherten beteiligen sich an den Kosten der für sie erbrachten Leistungen.

 

2 Diese Kostenbeteiligung besteht aus:

  • a. einem festen Jahresbetrag (Franchise); und
  • b. 10 Prozent der die Franchise übersteigenden Kosten (Selbstbehalt).

3 Der Bundesrat bestimmt die Franchise und setzt für den Selbstbehalt einen jährlichen Höchstbetrag fest (Art. 103 KVV).

 

4 Für Kinder wird keine Franchise erhoben, und es gilt die Hälfte des Höchstbetrages des Selbstbehaltes. Sind mehrere Kinder einer Familie beim gleichen Versicherer versichert, so sind für sie zusammen höchstens die Franchise und der Höchstbetrag des Selbstbehaltes für eine erwachsene Person zu entrichten.

 

5 Die Versicherten leisten zudem einen nach der finanziellen Belastung der Familie abgestuften Beitrag an die Kosten des Aufenthalts im Spital. Der Bundesrat setzt den Beitrag fest (Art. 104 KVG).

 

6 Der Bundesrat kann (Art. 104a KVV):

  • a. für bestimmte Leistungen eine höhere Kostenbeteiligung vorsehen;
  • b. für Dauerbehandlungen sowie für Behandlungen schwerer Krankheiten die Kostenbeteiligung herabsetzen oder aufheben;
  • c. die Kostenbeteiligung bei einer Versicherung mit eingeschränkter Wahl des Leistungserbringers nach Artikel 41 Absatz 4 aufheben, wenn sie sich als nicht zweckmässig erweist;
  • d. einzelne Leistungen der medizinischen Prävention von der Franchise ausnehmen. Dabei handelt es sich um Leistungen, die im Rahmen von national oder kantonal organisierten Präventionsprogrammen durchgeführt werden.

7 Für folgende Leistungen darf der Versicherer keine Kostenbeteiligung erheben:

  • a. Leistungen nach Artikel 29 Absatz 2;
  • b. Leistungen nach den Artikeln 25 und 25a, die ab der 13. Schwangerschaftswoche, während der Niederkunft und bis acht Wochen nach der Niederkunft erbracht werden.

8 Kostenbeteiligungen dürfen weder bei einer Krankenkasse noch bei einer privaten Versicherungseinrichtung versichert werden. Ebenso ist es Vereinen, Stiftungen oder anderen Institutionen verboten, die Übernahme dieser Kosten vorzusehen. Von diesem Verbot ausgenommen ist die Übernahme von Kostenbeteiligungen auf Grund öffentlich-rechtlicher Vorschriften des Bundes oder der Kantone.