Hauptinhalt

Beweisregel ’Post hoc ergo propter hoc’

Grundsatz

Urteil 8C_403/2012 vom 19.06.2012 E. 3.3 (Volltext)

 

Die Beweisregel ‘Post hoc ergo propterhoc’ ist im Sinne einer natürlichen Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war, medizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich daher nicht zulässig.

Rissbildung Hinterhorn Knie

Urteil vom 8C_359/2016 vom 25.08.2016 (Volltext)

 

5.2. ... Die blosse Annahme, dass sämtliche nachfolgenden Risse am Hinterhorn auf dieses Ereignis zurückzuführen sind, beruht aber auf der unzulässigen Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" (...). Damit ist davon auszugehen, dass die am 2. September 2014 erfolgte Behandlung am Hinterhorn weder auf den Unfall vom 16. Mai 2013 noch auf ein anderes versichertes Ereignis zurückzuführen ist. 

Wirbelkörperfraktur

Urteil 8C_403/2012 vom 19.6.2012 (Volltext)

 

3.3. ... Die Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.) im Sinne der natürlichen Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende Erkrankung der Wirbelsäule bis zum Unfall schmerzfrei war, ist jedoch unfallmedizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zulässig, sofern - wie hier - keine unfallbedingten Wirbelkörperfrakturen vorliegen (vgl. SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2; Urteil 8C_396/2011 vom 21. September 2011 E. 5.2 i.f. mit weiteren Hinweisen). ...

Schultergelenk

Urteil 8C_369/2010 vom 17.12.2010 (Volltext)

 

Wohl mag die Einwendung des Versicherten zutreffen, dass er bis zum Unfall vom 23. Oktober 2002 in Bezug auf die vorbestandene krankheitsbedingte Arthrose am linken Schultergelenk nicht beeinträchtigt war.

 

Indessen ist zum einen auf die Rechtsprechung hinzuweisen, wonach die Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" im Sinne einer natürlichen Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war, medizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich daher nicht zulässig ist (Urteil U 290/06 vom 11. Juni 2006 mit Hinweisen, publ. in: SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34).