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SWE > Anrechenbarer und nicht anrechenbarer Arbeitsausfall

Anrechenbarer Arbeitsausfall

Art. 43 AVIG

 

1 Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn:

  • a. er ausschliesslich durch das Wetter verursacht wird;
  • b. die Fortführung der Arbeiten trotz genügender Schutzvorkehrungen technisch unmöglich oder wirtschaftlich unvertretbar ist oder den Arbeitnehmern nicht zugemutet werden kann; und
  • c. er vom Arbeitgeber ordnungsgemäss gemeldet wird.

2 Es werden nur ganze oder halbe Tage angerechnet.

 

3 Vom anrechenbaren Arbeitsausfall wird für jede Abrechnungsperiode eine vom Bundesrat festgelegte Karenzzeit von höchstens drei Tagen abgezogen.

 

4 Als Abrechnungsperiode gilt ein Zeitraum von einem Monat oder von vier zusammenhängenden Wochen.

 

5 …

Art. 66 AVIV

 

1 Der Arbeitsausfall zählt als halber Tag, wenn er einen Vor- oder Nachmittag oder mindestens 50 Prozent, aber weniger als 100 Prozent eines vollen Arbeitstages ausmacht.

AVIG-Praxis SWE/C1-C19

Anrechenbarer Arbeitsausfall

Voller Arbeitstag

Art. 67 AVIV

 

Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der normalen wöchentlichen Arbeitszeit des Arbeitnehmers (Art. 46).

Karenzzeit

Art. 67a AVIV

 

1 Die Karenzzeit wird bestimmt, indem die Abrechnungsperioden zusammen gezählt werden, für die eine Kurzarbeits- oder Schlechtwetterentschädigung bezogen wurde.

 

2 Der anrechenbare Arbeitsausfall vermindert sich für jede dieser Abrechnungsperioden um:

 

a. zwei Karenztage für die 1. bis 6. Abrechnungsperiode;

 

b. drei Karenztage ab der 7. Abrechnungsperiode.

Abrechnungsperiode

Art. 68 AVIV

 

1 Als Abrechnungsperiode gilt ein Zeitraum von vier Wochen, wenn die Löhne in Zeitabständen von einer, zwei oder vier Wochen ausbezahlt werden. In allen übrigen Fällen beträgt die Abrechnungsperiode einen Monat.

 

2 Gibt es in einem Betrieb unterschiedliche Lohnperioden, so werden für die Schlechtwetterentschädigung die entsprechenden Abrechnungsperioden von einem Monat oder vier Wochen angewendet.

Nicht anrechenbarer Arbeitsausfall

Art. 43a AVIG

 

Der Arbeitsausfall ist insbesondere nicht anrechenbar, wenn:

 

a. er nur mittelbar auf das Wetter zurückzuführen ist (Kundenausfälle, Terminverzögerungen);

 

b. es sich um saisonübliche Ausfälle der Landwirtschaft handelt;

 

c. der Arbeitnehmer mit der Arbeitseinstellung nicht einverstanden ist und deshalb nach Arbeitsvertrag entlöhnt werden muss;

 

d. er Personen betrifft, die im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit stehen.