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Jährliche Ergänzungsleistungen > Anerkannte Ausgaben

Inhalt

 

Gesetzliche Bestimmungen

  • Anerkannte Ausgaben
  • Unterhaltskosten von Gebäuden
  • Pauschale für Nebenkosten
  • Pauschale für Heizkosten
  • Mietzinsaufteilung
  • Prämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung
  • Kosten für die familienergänzende Betreuung von Kindern
  • Auszahlung des Pauschalbetrages für die Krankenpflegeversicherung 

Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge

  • Gemeinsames Bewohnen als Anlass für eine Mietzinsaufteilung 
  • Begrenzter Mietzinsabzug / Eigenmietwert
  • Familienrechtliche Unterhaltsbeiträge  
  • Nutzniessungs- und Wohnrechtsberechtigter 
  • Warmwasseraufbereitung 
  • Heimtaxen  
  • Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf Alleinstehender 
  • Enkelin pflegt (ohne Miete) im selben Haushalt lebende, EL-beziehende Grossmutter 
  • Abzug von Gebäudeunterhaltskosten 
  • Anrechenbare Ausgaben bei Aufenthalt Pflegeheim
  • Betrag für persönliche Auslagen  
  • Beschlüsse Kanton Neuenburg

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Anerkannte Ausgaben

Art. 10 ELG (Rzn 3221.01 ff. WEL)

 

1 Bei Personen, die nicht dauernd oder nicht länger als drei Monate in einem Heim oder Spital leben (zu Hause lebende Personen), werden als Ausgaben anerkannt:

  • a. als Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf pro Jahr: 

    • 1. bei alleinstehenden Personen: Fr. 19'450,
    • 2. bei Ehepaaren: Fr. 29'175,
    • 3. bei rentenberechtigten Waisen und bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen und das 11. Altersjahr vollendet haben: 10 170 Franken; dabei gelten für die ersten zwei Kinder der volle Betrag, für zwei weitere Kinder je zwei Drittel und für die übrigen Kinder je ein Drittel dieses Betrages,
    • 4. bei rentenberechtigten Waisen und bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen und das 11. Altersjahr noch nicht vollendet haben: 7080 Franken; dabei gilt für das erste Kind der volle Betrag; für jedes weitere Kind reduziert er sich um einen Sechstel des vorangehenden Betrages; der Betrag für das fünfte Kind gilt auch für weitere Kinder;

  • b. der Mietzins einer Wohnung und die damit zusammenhängenden Nebenkosten; wird eine Schlussabrechnung für die Nebenkosten erstellt, so ist weder eine Nach- noch eine Rückzahlung zu berücksichtigen; als jährlicher Höchstbetrag werden anerkannt:

    • 1. für eine allein lebende Person: 16 440 Franken in der Region 1, 15 900 Franken in der Region 2 und 14 520 Franken in der Region 3,
    • 2. bei mehreren im gleichen Haushalt lebenden Personen:

      • für die zweite Person zusätzlich: 3000 Franken in allen 3 Regionen
      • für die dritte Person zusätzlich: 2160 Franken in der Region 1 und 1800 Franken in den Regionen 2 und 3
      • für die vierte Person zusätzlich: 1920 Franken in der Region 1, 1800 Franken in der Region 2 und 1560 Franken in der Region 3,

    • 3. bei der notwendigen Miete einer rollstuhlgängigen Wohnung: zusätzlich 6000 Franken;

  • c. anstelle des Mietzinses der Mietwert der Liegenschaft bei Personen, die eine Liegenschaft bewohnen, an der sie oder eine andere Person, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung eingeschlossen ist, das Eigentum, die Nutzniessung oder ein Wohnrecht haben; Buchstabe b gilt sinngemäss.

1bis Bei mehreren im gleichen Haushalt lebenden Personen wird der Höchstbetrag der anerkannten Mietkosten für jede anspruchsberechtigte oder in die gemeinsame Berechnung der Ergänzungsleistungen eingeschlossene Person nach Artikel 9 Absatz 2 einzeln festgesetzt und die Summe der anerkannten Beträge durch die Anzahl aller im Haushalt lebenden Personen geteilt. Zusatzbeträge werden nur für die zweite bis vierte Person gewährt.

 

1ter Der Bundesrat regelt die Einteilung der Gemeinden in die drei Regionen. Er stützt sich dabei auf die Raumgliederung des Bundesamtes für Statistik.

 

1quater Das Eidgenössische Departement des Innern legt die Zuteilung der Gemeinden in einer Verordnung fest. Es überprüft die Zuteilung, wenn das Bundesamt für Statistik die ihr zugrunde liegende Raumgliederung ändert.

 

1quinquies Die Kantone können beantragen, die Höchstbeträge in einer Gemeinde um bis zu 10 Prozent zu senken oder zu erhöhen. Dem Antrag auf die Senkung der Höchstbeträge wird entsprochen, wenn und solange der Mietzins von 90 Prozent der Bezügerinnen oder Bezüger von Ergänzungsleistungen durch die Höchstbeträge gedeckt ist. Der Bundesrat regelt das Verfahren.

 

1sexies Der Bundesrat überprüft mindestens alle zehn Jahre, ob und in welchem Ausmass die Höchstbeträge die effektiven Mietzinse der Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen decken und veröffentlicht die Ergebnisse seiner Prüfung. Er nimmt die Überprüfung und Veröffentlichung früher vor, wenn sich der Mietpreisindex um mehr als 10 Prozent seit der letzten Überprüfung verändert hat.

 

2 Bei Personen, die dauernd oder länger als drei Monate in einem Heim oder Spital leben (in Heimen oder Spitälern lebende Personen), werden als Ausgaben anerkannt:

  • a. die Tagestaxe für die Tage, die vom Heim oder Spital in Rechnung gestellt werden; die Kantone können die Kosten begrenzen, die wegen des Aufenthaltes in einem Heim oder Spital berücksichtigt werden; sie sorgen dafür, dass durch den Aufenthalt in einem anerkannten Pflegeheim in der Regel keine Abhängigkeit von der Sozialhilfe entsteht;
  • b. ein vom Kanton zu bestimmender Betrag für persönliche Auslagen.

3 Bei allen Personen werden zudem als Ausgaben anerkannt:

  • a. Gewinnungskosten bis zur Höhe des Bruttoerwerbseinkommens;
  • b. Gebäudeunterhaltskosten und Hypothekarzinse bis zur Höhe des Bruttoertrages der Liegenschaft;
  • c. Beiträge an die Sozialversicherungen des Bundes unter Ausschluss der Prämien für die Krankenversicherung;
  • d. der Betrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung; er entspricht einem jährlichen Pauschalbetrag in der Höhe der kantonalen beziehungsweise regionalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (inkl. Unfalldeckung), höchstens jedoch der tatsächlichen Prämie;
  • e. geleistete familienrechtliche Unterhaltsbeiträge.
  • f. Netto-Betreuungskosten für die notwendige und ausgewiesene familienergänzende Betreuung von Kindern, die das 11. Altersjahr noch nicht vollendet haben.