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Zwingende Bestimmungen

Vorschriften, die nicht abgeändert werden dürfen

Art. 97 VVG (in Kraft ab 01.01.2022)

 

Folgende Vorschriften dieses Gesetzes dürfen durch Vertragsabrede nicht geändert werden: die Artikel 10 Absatz 2, 13, 24, 35b, 35c, 41 Absatz 2, 46a, 46b Absätze 1 und 2, 46c Absatz 1, 47, 51, 58 Absatz 4, 60, 73, 74 Absatz 1 sowie 95c Absätze 1 und 2.

Art. 97 VVG (in Kraft bis 31.12.2021)

 

1 Folgende Vorschriften dieses Gesetzes dürfen durch Vertragsabrede nicht geändert werden: Artikel 9, 10, 13, 24, 41 Absatz 2, 46a, 47, 51, 53, 62, 63, 65 Absatz 2, 67 Absatz 4, 71 Absatz 1, 73, sowie 74 Absatz 1.

 

2 Diese Bestimmung findet, soweit die Vorschriften der Artikel 47 und 71 Absatz 1 in Betracht kommen, auf die Transportversicherung keine Anwendung.

Vorschriften, die nicht zuungunsten des Versicherungsnehmers oder des Anspruchsberechtigten abgeändert werden dürfen

Art. 98 VVG (in Kraft ab 01.01.2022)

 

Die folgenden Vorschriften dieses Gesetzes dürfen durch Vertragsabrede nicht zuungunsten des Versicherungsnehmers oder des Anspruchsberechtigten geändert werden: die Artikel 1 - 3a, 6, 9, 11, 14 Absatz 4, 15, 20, 21, 28, 28a, 29 Absatz 2, 30, 32, 34, 35a, 38c Absatz 2, 39 Absatz 2 Ziffer 2 zweiter Satz, 41a, 42 Absätze 1 - 3, 44 - 46, 54, 56, 57, 59, 76 Absatz 1, 77 Absatz 1, 89, 90 - 95a, 95b Absatz 1, 95c Absatz 3 und 96.

Art. 98 VVG (in Kraft bis 31.12.2021)

 

1 Die folgenden Vorschriften dieses Gesetzes dürfen durch Vertragsabrede nicht zuungunsten des Versicherungsnehmers oder des Anspruchsberechtigten geändert werden: Artikel 1, 2, 3 Absätze 1 – 3, 3a, 6, 11, 12, 14 Absatz 4, 15, 19 Absatz 2, 20, 2122, 28, 29 Absatz 2, 30, 32, 34, 39 Absatz 2 Ziffer 2 Satz 2, 42 Absätze 1 – 3, 4446, 5457, 59, 60, 72 Absatz 3, 76 Absatz 1, 77 Absatz 1, 87, 88 Absatz 1, 89, 89a, 9094, 95 und 96.

 

2 Diese Bestimmung findet auf die Transportversicherung keine Anwendung.

Ausnahmen

Art. 98a VVG (in Kraft ab 01.01.2022)


1 Die Artikel 97 und 98 gelten nicht bei:

  • a. Kredit- oder Kautionsversicherungen, soweit es sich um Versicherungen von beruflichen oder gewerblichen Risiken handelt, und bei Transportversicherungen;
  • b. Versicherungen mit professionellen Versicherungsnehmern.

2 Als professionelle Versicherungsnehmer gelten:

  1. Vorsorgeeinrichtungen und Einrichtungen, die der beruflichen Vorsorge dienen;
  2. Finanzintermediäre nach dem Bankengesetz vom 8. November 1934 und dem Kollektivanlagengesetz vom 23. Juni 20068;
  3. Versicherungsunternehmen nach dem VAG;
  4. ausländische Versicherungsnehmer, die einer gleichwertigen prudenziellen Aufsicht unterstehen wie die Personen nach den Buchstaben a - c;
  5. öffentlich-rechtliche Körperschaften, öffentlich-rechtliche Anstalten und öffentlich-rechtliche Stiftungen mit professionellem Risikomanagement;
  6. Unternehmen mit professionellem Risikomanagement;
  7. Unternehmen, die zwei der drei folgenden Grössen überschreiten:
    1. Bilanzsumme: 20 Millionen Franken,
    2. Nettoumsatz: 40 Millionen Franken,
    3. Eigenkapital: 2 Millionen Franken.

3 Gehört der Versicherungsnehmer zu einer Unternehmensgruppe, für die eine konsolidierte Jahresrechnung (Konzernrechnung) erstellt wird, so werden die Grössen nach Absatz 2 Buchstabe g auf die Konzernrechnung angewandt.

 

4 Die Reiseversicherung gilt nicht als Transportversicherung im Sinne von Absatz 1.

Verordnungsrecht des Bundesrates

Art. 99 VVG

 

Der Bundesrat kann durch Verordnung verfügen, dass die in Artikel 98 dieses Gesetzes festgestellten Beschränkungen der Vertragsfreiheit bei einzelnen Versicherungsarten soweit ausser Kraft treten, als die Eigenart oder die besondern Verhältnisse einer Versicherungsart es erfordern.