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Thoracic-outlet-Syndrom (TOS)

Kompressionssyndrom im Bereich der oberen Thoraxapertur

Urteil U 339/06 vom 06.03.2007 E. 4.1 (Volltext): Definition / keine organisch nachweisbare Unfallfolge

 

Das Gleiche (organisch nicht hinreichend nachweisbare Unfallfolge) gilt für das von Prof. Dr. med. S. diagnostizierte Thoracic-outlet-Syndrom (TOS), worunter ein Kompressionssyndrom im Bereich der oberen Thoraxapertur zu verstehen ist (Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1819 u. 1668). Es tritt im Anschluss an ein Schleudertrauma der HWS selten auf (Urteil A. vom 27. Februar 2004, U 29/03, mit Hinweis auf die Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Neurologie, Nr. 030/019, www.leitlinien.net). 

Thoracic-outlet-Syndrom (TOS) ist kein organisch nachweisbarer Befund

Urteil 8C_441/2009 vom 23.09.2009 (Volltext): Anwendung der HWS-Praxis

 

Sachverhalt: Auf vereister Piste mit Snowboard verkantet und dabei auf den Hinterkopf geprallt.

 

Unfallschwere: Mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen

 

Vorzustand: Skoliose und Missbildung einer 3 cm langen Halsrippe: Ein zuvor nicht phathologischer Zustand genügt für die Annahme, dass die heute durch die Halsrippe verursachen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt seien, nicht; die Argumentation ’post hoc ergo propter hoc’ ist beweisrechtlich nicht zulässig.

 

Keine organisch objektiv nachweisbaren Beschwerden.

 

HWS-Rechtsprechung kommt zur Anwendung. Die Adäquanz liegt nicht vor; zu wenige Kriterien sind erfüllt.