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fMRT / Upright-MRI

Medizin

MRI:

 

Bei der Magnetresonanztomographie (MRI) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, welches mittels starkem Magnetfeld und Radiowellen Schichtbilder Ihres Körpers erzeugen kann. Diese hochmodernen Geräte erlauben eine klare und genaue Darstellung von Organen, wie beispielsweise des Gehirns, der Wirbelsäule sowie des ganzen Bewegungsapparates. Bei dieser Untersuchungsmethode werden keine Röntgenstrahlen verwendet, das verwendete Magnetfeld ist gesundheitlich unbedenklich.

 

Upright-MRI:

 

Mit dem Upright-MRI können Untersuchungen im Schmerz-Zustand, d.h. in der symptomatischen Position durchgeführt werden. Diese Abklärungsmethode ist nichtinvasiv, strahlenfrei und besonders für positionsabhängige Beschwerden von Vorteil:

 

Abbildung krankhafter Veränderungen aber auch durch Unfall verursachter Schäden in der schmerzrelevanten Körperhaltung sowie der damit verbundenen Belastung.

 

Aufnahmen von Weichteilen aus verschiedenen Blickwinkeln in beliebig wählbarer Körperhaltung wie im Sitzen, Stehen, unter Beugung etc.

Rechtsprechung

Urteil 8C_63/2009 vom 25.1.2010 (Volltext): Kein geeignetes Beweismittel

 

6.1 …Eine Verursachung der Diskushernie im Bereich C5/C6 ist durch den Unfall sehr unwahrscheinlich. Soweit die Versicherte sich auf die Untersuchung mittels einer funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT; englisch: functional magnetic resonance imaging, fmri) an der Halswirbelsäule (HWS) beruft, ist daran zu erinnern, dass diese Untersuchungsmethode, jedenfalls nach dem heutigen Stand der medizinischen Wissenschaft, kein geeignetes Beweismittel zur Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach HWS-Traumen darstellt (BGE 134 V 231). Somit kann auch aufgrund der Vorbringen der Versicherten ein organischer Unfallschaden, welcher zu einer direkten Bejahung der Adäquanz führen würde, nicht nachgewiesen werden.

Urteil 8C_238/2009 E. 3.2.1 vom 3.11.2009 (Volltext): DTI / Upright-MRI

 

Weder das Upright-MRI noch das DTI ist geeignet, die Unfallkausalität nachzuweisen.

BGE 134 V 231 vom 26.5.2008 (Volltext): fMRT / fMRI

 

Eine medizinisch-diagnostische Methode muss wissenschaftlich anerkannt sein, damit der mit ihr erhobene Befund eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage zu bieten vermag.

 

Als wissenschaftlich anerkannt gilt eine Untersuchungsart, wenn sie von Forschern und Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf breiter Basis anerkannt ist (E. 5.1).

 

Beweiswert des mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT; fmri) erhobenen Befundes für die Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach Schleudertraumen der Halswirbelsäule (HWS) und äquivalenten Unfallmechanismen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft verneint (E. 5.2-5.5).