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Somatoforme Schmerzstörung

Schmerzverarbeitungsstörung ohne Krankheitswert

Urteil 9C_275/2016 vom 19.08.2016 E. 4.3.4 (Volltext)

 

Im Übrigen handelt es sich bei einer Schmerzverarbeitungsstörung gemäss ICD-10 F54.1, wie sie die ABI-Experten diagnostizierten, um eine Verhaltensauffälligkeit, nicht aber um ein psychisches Leiden mit Krankheitswert.  

Somatoforme Schmerzstörung und posttraumatische Belastungsstörung

Urteil 9C_195/2015 vom 24.11.2015 E. 2.4 (Volltext): IV-Grad 74 %

 

Eine somatoforme Schmerzstörung und eine posttraumatische Belastungsstörung führen gemäss Indikatoren des strukturierten Beweisverfahrens zur Erwerbsunfähigkeit, einem IV-Grad vom 74 % und somit zu einer ganzen Invalidenrente.

 

Einerseits stehen laut Gerichtsgutachter sowohl eine somatoforme Schmerzstörung als auch eine PTBS im Zentrum und sind diese beiden Krankheitsbilder resp. deren Symptome untrennbar miteinander verbunden; anderseits stellte er in Bezug auf die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit die Schmerzattacken, welche im ICD-10 nicht als Symptome der PTBS aufgeführt werden (vgl. Urteil 9C_636/2013 vom 25. Februar 2014 E. 4.3.2), in den Vordergrund (vgl. E. 4.1.1). Daher ist es i m konkreten Fall gerechtfertigt, den geltend gemachten Rentenanspruch anhand der Indikatoren von BGE 141 V 281 (E. 3.2.1) zu prüfen. Dazu sind die medizinischen Unterlagen und insbesondere das Gerichtsgutachten des Dr. med. B. heranzuziehen. 

Somatoforme Schmerzstörung ohne Erwerbunfähigkeit

Urteil 8C_976/2010 vom 23.02.2011 E. 5.6 (Volltext)

 

Somatoforme Schmerzstörung, sowie Permanente Schmerzen als Dauerbelastung für die versicherte Person und ihre Familie und die dadurch verursachte soziale Schieflage begründen keine Erwerbsunfähigkeit.