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Frühintervention

Ausbildungsfolie

Ziele, Massnahmen

Art. 7c IVG

 

1 Mit Hilfe der Massnahmen der Frühintervention soll der bisherige Arbeitsplatz von arbeitsunfähigen (Art. 6 ATSG) Versicherten erhalten bleiben oder sollen die Versicherten an einem neuen Arbeitsplatz innerhalb oder ausserhalb des bisherigen Betriebes eingegliedert werden.

 

2 Die IV-Stellen können folgende Massnahmen anordnen:

 

a. Anpassungen des Arbeitsplatzes;

 

b. Ausbildungskurse;

 

c. Arbeitsvermittlung;

 

d. Berufsberatung;

 

e. sozialberufliche Rehabilitation;

 

f. Beschäftigungsmassnahmen.

 

3 Auf Massnahmen der Frühintervention besteht kein Rechtsanspruch.

 

4 Der Bundesrat kann den Massnahmenkatalog erweitern. Er regelt die Dauer der Frühinterventionsphase und bestimmt die Höchstgrenze des Betrages, der pro versicherte Person für Frühinterventionsmassnahmen eingesetzt werden darf.

Höchstbetrag

Art. 1octies IVV

 

Die Kosten für die Massnahmen der Frühintervention dürfen pro versicherte Person 20 000 Franken nicht übersteigen.

Erläuterungen zu Art. 1octies IVV

 

Die Instrumente der Frühinterventionsphase unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den ordentlichen Instrumenten der Eingliederungsmassnahmen der IV. In dieser ersten Phase sind die Leistungen jedoch auf höchstens 20’000 Franken pro versicherte Person beschränkt. Durchschnittlich sollten die Frühinterventionsmassnahmen mit 5000 Franken pro versicherte Person zu Buche schlagen.

Dauer

Art. 1septies IVV

 

Die Frühinterventionsphase wird beendet mit:

 

a. der Verfügung über die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen nach Artikel 8 Absatz 3 Buchstaben a bis und b IVG;

 

b. der Mitteilung, dass keine Eingliederungsmassnahmen mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden können und der Anspruch auf eine Rente geprüft wird; oder

 

c. der Verfügung, dass weder Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nach Artikel 8 Absatz 3 Buchstaben a bis und b IVG noch auf eine Rente besteht.

Erläuterungen zu Art. 1septies IVV

 

Die Frühintervention endet entweder mit der Verfügung betreffend Massnahmen beruflicher Art oder Integrationsmassnahmen, mit der Mitteilung, die Rentenfrage werde geprüft oder mit einer leistungsabweisenden Verfügung (Grundsatzentscheid). Dieser Entscheid muss in der Regel (80% der Fälle) innerhalb von sechs Monaten nach Eingang der Anmeldung erfolgt sein. Artikel 49 IVG schreibt vor, dass der Grundsatzentscheid spätestens 12 Monate nach Eingang der Anmeldung zu erfolgen hat.

Massnahmen der Frühintervention

Art. 7d IVG

 

1 Mit Hilfe der Massnahmen der Frühintervention soll der bisherige Arbeitsplatz von arbeitsunfähigen (Art. 6 ATSG) Versicherten erhalten bleiben oder sollen die Versicherten an einem neuen Arbeitsplatz innerhalb oder ausserhalb des bisherigen Betriebes eingegliedert werden.

 

2 Die IV-Stellen können folgende Massnahmen anordnen:

 

a. Anpassungen des Arbeitsplatzes;

 

b. Ausbildungskurse;

 

c. Arbeitsvermittlung;

 

d. Berufsberatung;

 

e. sozial-berufliche Rehabilitation;

 

f. Beschäftigungsmassnahmen.

 

3 Auf Massnahmen der Frühintervention besteht kein Rechtsanspruch.

 

4 Der Bundesrat kann den Massnahmenkatalog erweitern. Er regelt die Dauer der Frühinterventionsphase und bestimmt die Höchstgrenze des Betrages, der pro versicherte Person für Frühinterventionsmassnahmen eingesetzt werden darf.

Art. 1quater IVV: Entscheid der IV-Stelle

 

1 Die IV-Stelle entscheidet spätestens 30 Tage nach Eingang der Meldung, ob Massnahmen der Frühintervention nach Artikel 7d IVG angezeigt sind.

 

2 Sind solche Massnahmen angezeigt, so fordert sie die versicherte Person auf, sich bei der IV anzumelden.

Art. 1sexies IVV: Grundsatz

 

Die Massnahmen der Frühintervention nach Artikel 7d Absatz 2 IVG können Versicherten gewährt werden, die bei der IV angemeldet sind.

Erläuterungen zu Art. 1sexies IVV

 

Massnahmen der Frühintervention können nur dann gewährt werden, wenn sich die versicherte Person bei der IV gemäss Artikel 29 ATSG angemeldet hat. Die IV-Stellenkönnen die in Artikel 7d Absatz 2 IVG aufgeführten Massnahmen anordnen. Die Anspruchsvoraussetzungen der Massnahmen, die auch im ordentlichen IV-Leistungskatalog enthalten sind, müssen während der Phase der Frühintervention nicht erfüllt werden. Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b IVG ist hier somit nicht anwendbar.