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Eingliederungsmassnahmen > Entschädigung für Betreuungskosten

Art. 11a IVG

 

1 Nicht erwerbstätige Versicherte, die an Eingliederungsmassnahmen teilnehmen und die mit Kindern unter 16 Jahren oder mit Familienangehörigen im gemeinsamen Haushalt leben, haben Anspruch auf eine Entschädigung für Betreuungskosten, wenn:

 

a. sie nachweisen, dass die Eingliederungsmassnahmen zusätzliche Kosten für die Betreuung verursachen; und

 

b. die Eingliederungsmassnahmen mindestens zwei aufeinander folgende Tage dauern.

 

2 Der Anspruch auf eine Entschädigung gilt für die Betreuung:

 

a. der eigenen Kinder;

 

b. der Pflegekinder, die sie unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung zu sich genommen haben;

 

c. der Familienangehörigen, für die ihnen ein Anspruch auf Anrechnung einer Betreuungsgutschrift nach Artikel 29septies AHVG zusteht.

 

3 Der Bundesrat setzt den Höchstbetrag der Entschädigung fest.

Art. 22quater IVV

 

1 Als Betreuungskosten werden insbesondere vergütet:

 

a. Kosten für Mahlzeiten ausser Haus der in Artikel 11a Absatz 2 IVG genannten Personen;

 

b. Reise- und Unterbringungskosten für die in Artikel 11a Absatz 2 IVG genannten Personen, die von Dritten betreut werden;

 

c. Löhne für Familien- oder Haushalthilfen;

 

d. Kosten für Kinderkrippen, Tages- oder Schulhorte oder Tagesstrukturen;

 

e. Reisekosten von Dritten, welche die in Artikel 11a Absatz 2 IVG genannten Personen im Haushalt der entschädigungsberechtigten Person betreuen.

 

2 Es werden die tatsächlichen Kosten vergütet, höchstens aber das der Anzahl der effektiven Eingliederungstage entsprechende Vielfache von 20 Prozent des Höchstbetrages des Taggeldes nach Artikel 24 Absatz 1 IVG.

 

3 Betreuungskosten von insgesamt weniger als 20 Franken werden nicht vergütet.