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BVG-Lohn / Koordinierter Lohn / Versicherter Verdienst

 

www.bvg-lohn.ch

Inhalt

Gesetzliche Grundlagen

Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge

  • Pränumerando-Methode
  • Ferienentschädigung
  • Abweichung vom AHV-Lohn
  • Versicherter Lohn gemäss Vorsorgereglement
  • Bonus
  • 13. Monatslohn und Auszahlung eines Bonus in Form von Aktien
  • Freiwillige Vorsorgekapitalleistungen eines patronalen Wohlfahrtsfonds
  • Schichtzulagen
  • Änderung der Anstellungsbedingungen

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AHV-Lohn bis maximal:

  • Ab 2019: CHF 85'320.00 / 2015: CHF 84'600.00 / 2013: CHF 84'240.00

Koordinationabzug:

  • Ab 2019: CHF 24'885.00 / 2015: CHF 24'675.00 / 2013: CHF 24'570.00

Maximal koordinierter Lohn

  • Ab 2019: CHF 60'435.00 / 2015: CHF 59'925.00 / 2013: CHF 59'670.00

Minimal koordinierter Lohn:

  • Ab 2019: CHF 3'555.00 / 2015: CHF 3'525.00 / 2013: CHF 3'510.00

Mindestjahreslohn (Eintrittsschwelle):

  • Ab 2019: CHF 21'330.00 / 2015: CHF 21'150.00 / 2013: CHF 21'060.00

Gesetzliche Grundlagen

Mindestlohn und Alter / AHV-Lohn

Art. 7 BVG (Art. 6 BVG: Mindestvorschriften) 

 

1 Arbeitnehmer, die bei einem Arbeitgeber einen Jahreslohn von mehr als 21'330 Franken beziehen, unterstehen

  • ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres für die Risiken Tod und Invalidität,
  • ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres auch für das Alter

der obligatorischen Versicherung.

 

2 Dieser Lohn entspricht dem massgebenden Lohn nach dem AHVG. Der Bundesrat kann Abweichungen zulassen.

Art. 3 BVV 2: Bestimmungen des koordinierten Lohnes

 

1 Die Vorsorgeeinrichtung kann in ihrem Reglement vom massgebenden Lohn der AHV abweichen, indem sie:

 

a. Lohnbestandteile weglässt, die nur gelegentlich anfallen;

 

b. den koordinierten Jahreslohn zum voraus aufgrund des letzten bekannten Jahreslohnes bestimmt; sie muss dabei die für das laufende Jahr bereits vereinbarten Änderungen berücksichtigen;

 

c. bei Berufen, in denen der Beschäftigungsgrad oder die Einkommenshöhe stark schwanken, die koordinierten Löhne pauschal nach dem Durchschnittslohn der jeweiligen Berufsgruppe festsetzt.

 

2 Die Vorsorgeeinrichtung kann bei der Bestimmung des koordinierten Lohnes ferner vom Jahreslohn abweichen und dafür auf den für eine bestimmte Zahlungsperiode ausgerichteten Lohn abstellen. Die in den Artikeln 2, 7, 8 und 46 BVG aufgeführten Beträge werden dann auf die entsprechende Zahlungsperiode umgerechnet. Sinkt der Lohn vorübergehend unter den gesetzlichen Mindestbetrag, so bleibt der Arbeitnehmer dennoch der obligatorischen Versicherung unterstellt.

Art. 3a BVV 2: Mindestbetrag des versicherten Verdienstes

 

1 Für Personen, die gemäss Artikel 2 BVG obligatorisch zu versichern sind und die bei einem Arbeitgeber einen massgebenden AHV-Lohn von mehr als 21'330 Franken beziehen, muss ein Betrag in der Höhe von mindestens 3'555 Franken versichert werden.

 

2 Der versicherte Mindestlohn nach Absatz 1 gilt auch für die obligatorische Versicherung von Personen, bei denen die Grenzbeträge nach Artikel 4 gekürzt werden.

Art. 4 BVV 2: Koordinierter Lohn teilinvalider Versicherter

 

Für Personen, die im Sinne des IVG teilweise invalid sind, werden die Grenzbeträge nach den Artikeln 2, 7, 8 Absatz 1 und 46 BVG folgendermassen gekürzt:

 

Rentenanspruch in Bruchteilen einer ganzen Rente:

  • 1/4: Kürzung des Grenzbeträge um 1/4
  • 1/2: Kürzung des Grenzbeträge um 1/2
  • 3/4: Kürzung des Grenzbeträge um 3/4

Koordinierter Lohn

Art. 8 BVG (Art. 6 BVG: Mindestvorschriften)

 

1 Zu versichern ist der Teil des Jahreslohnes von 24'885 bis und mit 85'320 Franken. Dieser Teil wird koordinierter Lohn genannt.

 

2 Beträgt der koordinierte Lohn weniger als 3'555 Franken im Jahr, so muss er auf diesen Betrag aufgerundet werden.

 

3 Sinkt der Jahreslohn vorübergehend wegen Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Mutterschaft oder aus ähnlichen Gründen, so behält der bisherige koordinierte Lohn mindestens solange Gültigkeit, als die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers nach Artikel 324a OR bestehen würde oder ein Mutterschaftsurlaub nach Artikel 329f OR dauert. Die versicherte Person kann jedoch die Herabsetzung des koordinierten Lohnes verlangen.

 

BVG > Koordinierter Lohn in der freiwilligen Versicherung

Anpassung an die AHV

Art. 9 BVG  (Art. 6 BVG: Mindestvorschriften)

 

Der Bundesrat kann die in den Artikeln 2, 78 und 46 erwähnten Grenzbeträge den Erhöhungen der einfachen minimalen Altersrente der AHV anpassen. Bei der obern Grenze des koordinierten Lohnes kann dabei auch die allgemeine Lohnentwicklung berücksichtigt werden.

Art. 5 BVV 2

 

Die Grenzbeträge nach den Artikeln 2, 7, 8 und 46 BVG werden wie folgt ab 2019 erhöht:

  • Mindestjahreslohn: CHF 21'330.00 
  • Koordinationsabzug: CHF 24'885.00
  • Maximal versicherter AHV-Lohn: CHF 85'320.00
  • Minimal koordinierter Lohn: CHF 3'555.00

Versicherbarer Lohn und versicherbares Einkommen

Art. 79c BVG (Art. 49 Abs. 2 Ziff. 25 BVG: Weitergehende Vorsorge)

 

Der nach dem Reglement der Vorsorgeeinrichtung versicherbare Lohn der Arbeitnehmer oder das versicherbare Einkommen der Selbständigerwerbenden ist auf den zehnfachen oberen Grenzbetrag nach Artikel 8 Absatz 1 beschränkt.

Art. 60c BVV 2: Versicherbarer Lohn und versicherbares Einkommen 

 

1 Die Begrenzung des versicherbaren Lohnes oder des versicherbaren Einkommens nach Artikel 79c BVG gilt für die Gesamtheit aller Vorsorgeverhältnisse, die ein Versicherter bei einer oder mehreren Vorsorgeeinrichtungen hat.

 

2 Hat der Versicherte mehrere Vorsorgeverhältnisse und überschreitet die Summe aller seiner AHV-pflichtigen Löhne und Einkommen das Zehnfache des oberen Grenzbetrages nach Artikel 8 Absatz 1 BVG, so muss er jede seiner Vorsorgeeinrichtungen über die Gesamtheit seiner Vorsorgeverhältnisse sowie die darin versicherten Löhne und Einkommen informieren. Die Vorsorgeeinrichtung weist den Versicherten auf seine Informationspflicht hin.

 

3 Für Versicherte, die am 1. Januar 2006 das 50. Altersjahr vollendet haben, gilt bei zu diesem Zeitpunkt bestehenden Vorsorgeverhältnissen die Begrenzung des versicherbaren Lohns oder des versicherbaren Einkommens für die Risiken Tod und Invalidität nach Artikel 79c BVG nicht.