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Akten > Aktenaufbewahrung und Aktenvernichtung

Aktenaufbewahrung

Art. 8a ATSV (Erläuterungen; in Kraft per 01.09.2019) 


1 Die Akten müssen sicher, sachgemäss und vor schädlichen Einwirkungen geschützt aufbewahrt werden.


2 Sie müssen durch angemessene bauliche, technische und organisatorische Massnahmen vor unberechtigten Zugriffen, vor unprotokollierten Veränderungen und vor Verlust geschützt werden.

Aufbewahrungsfristen von Unfallakten

UVG Ad-Hoc-Empfehlung Nr. 09/87 (Volltext)

 

Es wird empfohlen, die Unfallakten wie folgt aufzubewahren:

 

30 Jahre bei

  • schweren Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule
  • Frakturen sowie Luxationen grosser Gelenke; ebenso bei Meniskus- oder Bänderverletzungen
  • Berufskrankheiten (namentlich bei Staublungen bzw. bei Erkrankung der Atmungsorgane)
  • Nichteignungsverfügungen
  • Hörschädigungen
  • Zahnschäden
  • Prozessfällen

10 Jahre bei

  • in allen übrigen Fällen Die Aufbewahrungsfrist berechnet sich ab Fallabschluss.

Bei Rückfällen beginnt sie neu zu laufen.

Aktenvernichtung

Art. 9a ATSV (Erläuterungen; in Kraft per 01.09.2019)

 

1 Akten, die nicht archivwürdig sind, müssen nach Ablauf der Aufbewahrungsdauer vernichtet werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

 

2 Die Vernichtung der Akten muss kontrolliert und unter Wahrung der Vertraulichkeit aller in den Akten enthaltenen Informationen erfolgen.

 

3 Der Vernichtungsvorgang muss protokolliert werden.

 

4 Observationsakten, die unmittelbar im Anschluss an die Observation nicht als Beweismittel für eine Leistungsänderung benötigt werden, müssen innerhalb von drei Monaten nach Rechtskraft der Verfügung (Art. 43a Abs. 8 ATSG) vernichtet werden. Die Vernichtung muss der observierten Person schriftlich bestätigt werden.