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Finanzierung > Grundsatz

Grundsatz

Art. 65 BVG (Art. 49 Abs. 2 Ziff. 16 BVG: Weitergehende Vorsorge)

 

1 Die Vorsorgeeinrichtungen müssen jederzeit Sicherheit dafür bieten, dass sie die übernommenen Verpflichtungen erfüllen können.

 

2 Sie regeln das Beitragssystem und die Finanzierung so, dass die Leistungen im Rahmen dieses Gesetzes bei Fälligkeit erbracht werden können. Dabei dürfen sie nur den vorhandenen Bestand an Versicherten sowie Rentnerinnen und Rentnern berücksichtigen (Grundsatz der Bilanzierung in geschlossener Kasse). Vorbehalten bleiben die Artikel 72a bis 72g.

 

2bis Sämtliche Verpflichtungen einer Vorsorgeeinrichtung müssen durch Vorsorgevermögen gedeckt sein (Grundsatz der Vollkapitalisierung). Vorbehalten bleiben Artikel 65c sowie die Artikel 72a bis 72g.

 

3 Sie weisen ihre Verwaltungskosten in der Betriebsrechnung aus. Der Bundesrat erlässt Bestimmungen über die Verwaltungskosten und die Art und Weise, wie sie ausgewiesen werden müssen.

 

4 Der Bundesrat legt ein Anfangsvermögen und Garantieleistungen fest für Neugründungen von Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen, welche dem Freizügigkeitsgesetz vom 17. Dezember 1993 unterstellt sind, unabhängig von ihrer Rechts- oder Verwaltungsform. Nicht unter diese Bestimmung fallen Verbandseinrichtungen sowie Vorsorgeeinrichtungen mit mehreren wirtschaftlich oder finanziell eng miteinander verbundenen Arbeitgebern. 

BVG-Mitteilungen Nr. 104 vom 05.03.2008, Rz. 627: Stellungnahmen

 

Leistungsverbesserungen und Wertschwankungsreserven

Mitteilung OAK BV Nr. M-04/2012 vom 10.09.2012

 

Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen

Mitteilung OAK BV Nr. M-02/2012 vom 14.05.2012

 

Zeitpunkt der Ausfinanzierung von Vorsorgeeinrichtungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften beim Übergang in die Vollkapitalisierung

Verwaltungskosten

Art. 48a BVV 2 (Art. 65 Abs. 3 BVG)

 

1 Als Verwaltungskosten sind in der Betriebsrechnung auszuweisen:

 

a. die Kosten für die allgemeine Verwaltung;

 

b. die Kosten für die Vermögensverwaltung;

 

c. die Kosten für Marketing und Werbung;

 

d. die Kosten für die Makler- und Brokertätigkeit;

 

e. die Kosten für die Revisionsstelle und den Experten für berufliche Vorsorge;

 

f. die Kosten für die Aufsichtsbehörden.

 

2 Die Verwaltungskosten sind nach den Regeln der Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER 26 auszuweisen.

 

3 Können die Vermögensverwaltungskosten bei einer oder mehreren Anlagen nicht ausgewiesen werden, so muss die Höhe des in diese Anlagen investierten Vermögens im Anhang der Jahresrechnung separat ausgewiesen werden. Die betreffenden Anlagen sind einzeln unter Angabe der ISIN (International Securities Identification Number), des Anbieters, des Produktenamens, des Bestandes und des Marktwertes per Stichtag aufzuführen. Das oberste Organ muss jährlich die Gewichtung analysieren und über die Weiterführung dieser Anlagepolitik befinden.

BVG-Mitteilungen Nr. 129 vom 12.09.2012, Rz. 843: Hinweise 

 

Neue Publikation: Empfehlungen zur Erhöhung der Kostentransparenz gemäss Art. 48a Abs. 3 BVV 2