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Invalidenleistungen > Beginn des Anspruchs

Gesetzliche Bestimmung

Beginn des Anspruchs

Art. 26 Abs. 1 BVG (Art. 6 BVG: Mindestvorschriften)

 

Für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen gelten sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des IVG (Art. 29 IVG).

Rechtsprechung in chronologischer Reihenfolge

Beginn des Anspruch in der weitergehenden Vorsorge

Urteil 9C_327/2017 vom 07.09.2017 (Volltext)

 

Artikel 29 Absatz 1 IVG, wonach der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von 6 Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht, gilt auch für die weitergehende berufliche Vorsorge, sofern das Reglement der Vorsorgeeinrichtung auf die Bestimmungen des IVG verweist.

 

BVG-Mitteilungen Nr. 146 vom 23.11.2017, Rz. 980

Beginn des Anspruchs in der obligatorischen Vorsorge

Urteil 9C_351/2014 (BGE 140 V 470) vom 21.10.2014 E. 3.2.2 (Volltext)

 

Der Anspruch auf BVG-Invalidenleistungen entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, d.h. gleichzeitig mit dem Beginn des Invalidenrentenanspruchs der IV.

Harmonisierung mit IV-Taggeldern

BGE 123 V 269 vom 29.12.1997 (Volltext)

 

Der Invalidenrentenanspruch nach BVG entsteht so lange nicht, als noch Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden und der Versicherte deshalb in den Genuss von Taggeldern der Invalidenversicherung gelangt.