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Abredeversicherung

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Gesetzliche Bestimmungen

Abredeversicherung

Art. 3 Abs. 3 UVG

 

Der Versicherer hat dem Versicherten die Möglichkeit zu bieten, die Versicherung durch besondere Abrede bis zu sechs Monaten zu verlängern.

Verlängerung der Versicherung durch Abrede

Art. 8 UVV

 

Abreden mit dem Versicherer über die Verlängerung der Nichtberufsunfallversicherung müssen einzeln oder kollektiv vor dem Ende dieser Versicherung getroffen werden.

Rechtsprechung und Praxis

Taggeldanspruch

Urteil 8C_243/2017 vom 31.08.2017 E. 3.6 (Volltext): Grundsätzlich unabhängig Erwerbsaufall

 

Insbesondere die Abredeversicherung würde somit weitgehend ihres Zwecks beraubt, wenn während ihrer Dauer kein Anspruch auf Taggeld-Leistungen entstehen könnte. Zu Recht wird daher von der Lehre vorgeschlagen, bei der Bemessung der Taggelder die versicherte Person so zu stellen, wie wenn sie am letzten Tag ihrer Erwerbstätigkeit verunfallt wäre.

 

Bei Bestehen einer Abredeversicherung kann daher der Anspruch auf ein Taggeld grundsätzlich nicht einzig mit dem Argument verneint werden, die versicherte Person wäre auch ohne den Unfall während der Heilungsphase nicht erwerbstätig gewesen.

 

Etwas Abweichendes gilt nur dann, wenn feststeht, dass sich die versicherte Person bereits vor dem Unfall endgültig aus dem Arbeitsmarkt zurückziehen wollte, mithin im Falle einer Pensionierung.  

Versicherter Verdienst

UVG Ad-Hoc-Empfehlung 31/83 (Volltext)

 

Massgebend ist der letzte vor dem Aufhören des Lohnanspruches gemäss Art. 3 Abs. 2 UVG bezogene Lohn.

Abschluss einer Abredeversicherung erfordert vorgängige NBU-Deckung

Gemäss Art. 8 UVV müssen Abreden für die Verlängerung der Nichtberufsunfallversicherung vor dem Ende der UVG-Deckung (spätestens am 30-igsten Tag der Nachdeckung) getroffen werden. Daraus folgt, dass eine Abredeversicherung nur abgeschlossen werden kann, wenn die versicherte Person bei diesem Arbeitgeber gegen Nichtberufsunfälle versichert war.