Hauptinhalt

Aussergewöhnliche Gefahren (u. a. Schlägereien und starke Provokationen)

Inhalt

  • Art. 39 UVG / Art. 49 UVV
  • Ausbildungsfolien 
  • Aussergewöhnliche Gefahren 
  • Bindung an das Urteil des Strafgerichts
  • Einfluss von Alkoholkonsum auf die Kürzung

Definitionen

  • Rauferei / Schlägerei
  • Kausalzusammenhang
  • Starke Provokation

Beispiele in chronologischer Reihenfolge

  • Randalierer mit Aggressionspotenzial
  • Versuch, im Gespräch das Problem zu lösen
  • Mehrmals als Schlampe beschimpft
  • Hilfeleistung des Vaters
  • Rückkehr an den Tatort: Risiko der erneuten Begegnung genügt
  • Zeigen des Stinkefingers / obszöne Geste
  • Vom verbalen Streit zur Messerstecherei
  • Absoluter Gewaltexzess der Täter
  • Auf der Flucht
  • Schiesserei
  • Teilnahme an Unruhen

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Aussergewöhnliche Gefahren

Art. 39 UVG

 

Der Bundesrat kann aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse bezeichnen, die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung sämtlicher Leistungen oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Die Verweigerung oder Kürzung kann er in Abweichung von Artikel 21 Absätze 1 - 3 ATSG ordnen.

Art. 49 UVV

 

1 Sämtliche Versicherungsleistungen werden verweigert für Nichtberufsunfälle, die sich ereignen bei:

 

a. ausländischem Militärdienst;

 

b. Teilnahme an kriegerischen Handlungen, Terrorakten und bandenmässigen Verbrechen.

 

2 Die Geldleistungen werden mindestens um die Hälfte gekürzt für Nichtberufsunfälle, die sich ereignen bei:

 

a. Beteiligung an Raufereien und Schlägereien, es sei denn, der Versicherte sei als Unbeteiligter oder bei Hilfeleistung für einen Wehrlosen durch die Streitenden verletzt worden;

 

b. Gefahren, denen sich der Versicherte dadurch aussetzt, dass er andere stark provoziert;

 

c. Teilnahme an Unruhen.