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Absicht / Selbstmord / Suizid

Inhalt

 

In Kürze und Expertensysteme

 

Gesetzliche Grundlagen

Grundsätze

  • Erfüllter Unfallbegriff notwendig
  • Nachweis eines Suizids / Beweislosigkeit / Selbsterhaltungstrieb
  • Nachweis einer Selbstschädigung
  • Adäquanz zwischen einem Unfall und einem danach eingetretenen suizidalen Ereignis 

Praxis

  • Checkliste
  • Fragenkatalog für ein psychiatrisches Aktengutachten

Beispiele in chronologischer Reihenfolge

  • Psychopharmaka
  • Schuss in den Kopf mit dem Sturmgewehr mit 2.6 %o Alkohol im Blut
  • Verbluten durch Messerstich in den Oberschenkel
  • Vergiftung und Tod nach Einnahme von Pflanzenteilen des Blauen Eisenhuts
  • Erschiessen an einem abgelegenen Ort
  • Schuss in den Bauch
  • Sprung aus dem fahrenden Auto
  • Sprung aus dem Fenster im dritten Stock
  • Gang vor den Zug 
  • Schwere Verbrennungen durch sich selber anzünden
  • Sturz von der Brücke
  • Sturz vom zweiten Stock
  • Aufenthalt in Garage mit laufendem Motor
  • Mit Ordonnanz-Karabiner hantiert

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In Kürze und Expertensysteme

Bei Absicht besteht mit Ausnahme der Bestattungskosten keine Leistungspflicht.

 

Ist jemand gänzlich unfähig vernunftsmässig zu handen, liegt keine Absicht vor.

 

Wenn Zweifel bestehen, ob der Tod eines Versicherten durch Unfall oder Suizid herbeigeführt worden ist, gilt infolge des Selbsterhaltungstriebs die natürlichen Vermutung der Unfreiwilligkeit einer Selbsttötung, ausser es liegen derart überzeugende Umstände vor, dass diese Vermutung widerlegt wird. 

 

Expertensysteme (Applikation öffnet in neuem Fenster): Kürzungen

Gesetzliche Grundlagen

Absicht

Art. 37 Abs. 1 UVG

 

Hat der Versicherte den Gesundheitsschaden oder den Tod absichtlich herbeigeführt, so besteht kein Anspruch auf Versicherungsleistungen, mit Ausnahme der Bestattungskosten.

Schuldhafte Herbeiführung des Unfalles

Art. 48 UVV

 

Wollte sich der Versicherte nachweislich das Leben nehmen oder sich selbst verstümmeln, so findet Artikel 37 Absatz 1 des Gesetzes keine Anwendung, wenn der Versicherte zur Zeit der Tat ohne Verschulden gänzlich unfähig war, vernunftgemäss zu handeln, oder wenn die Selbsttötung, der Selbsttötungsversuch oder die Selbstverstümmelung die eindeutige Folge eines versicherten Unfalles war.