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Koordination UVG / Familienzulagen > Taggeld

Versicherter Verdienst für Zulagen

Art. 22 Abs. 2 UVV

 

Als versicherter Verdienst gilt der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn mit den folgenden Abweichungen:

 

b. Familienzulagen, die als Kinder-, Ausbildungs- oder Haushaltszulagen im orts- oder branchenüblichen Rahmen gewährt werden, gelten ebenfalls als versicherter Verdienst;

Dauer des Anspruchs nach Erlöschen des Lohnanspruchs

Art. 10 Abs. 1 FamZV

 

1 Ist der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin aus einem der in Artikel 324a Absätze 1 und 3 des Obligationenrechts (OR) genannten Gründe an der Arbeitsleistung verhindert, so werden die Familienzulagen nach Eintritt der Arbeitsverhinderung noch während des laufenden Monats und der drei darauf folgenden Monate ausgerichtet, auch wenn der gesetzliche Lohnanspruch erloschen ist.

Wegleitung zum Bundesgesetz über die Familienzulagen (FamZWL)

Rz. 525 (1/15): Kumulation der Taggelder

 

Eine Kumulation von Familienzulagen und Taggeldern der Unfallversicherung ist während der drei Monate nach Eintreten der Arbeitsunfähigkeit zulässig, obschon die Taggelder bereits die Familienzulagen enthalten.

 

Nach Ablauf der drei Monate bleibt die Kumulation weiterhin zulässig, sofern der Arbeitnehmende einen Lohn und/oder ein Taggeld nach EOG oder MVG von gesamthaft mindestens 587 Franken bezieht.

 

Bezieht der Arbeitnehmende nach Ablauf der drei Monate ein Taggeld nach IVG, gehen die IV-Taggelder den Unfalltaggeldern vor. Deshalb werden in einem solchen Fall allein die Familienzulagen ausgerichtet – da die Familienzulagen gegenüber dem Kindergeld zum IV-Taggeld wiederum vorgehen (s. oben Rz. 524).